Kochgeplauder vom 10.01.2011

I. Neu am Markt:
Rote Anjou-Birnen, die ersten Frühkartoffeln aus Zypern sowie
frisches/neues Weißkraut aus Italien.

II. Die Saison ist beendet für:
Cox-Orange-Äpfel, Satsumas und weiße „Alba“-Trüffel.

III. Diese Woche sind folgende Artikel relativ teuer:
Bohnen, Eissalat, Feldsalat, Fenchel, Kohlrabi, Limetten, Mangold mini, Paprika gelb und Spinat.

IV. Momentan treten vermehrt Qualitätsprobleme bei folgenden Produkten auf:
Algen/Passepierre, Kumquats, Liebstöckl/Maggikraut, Mangold mini,
Pâtisson gelb und grün, Thai-Koriander, Tomaten sowie Zucchini mini.
Übrigens, zum aktuellen „Dioxin“-Skandal in den Eiern nur soviel: Uns liegt eine schriftliche Bestätigung unseres Lieferanten vor, daß „unsere“ Hühner nur dioxinfreies Futtermittel bekommen und keinerlei tierischen Fette verwendet werden!

V. Wußten Sie schon,…
warum Obst- und Gemüsepreise zeitweise extrem sprunghaft (I/V) sein können?
Nun, im wesentlichen liegt dies am Wetter und an der schnellen Verderblichkeit!
Kein anderes Produkt aus dem Bereich Lebensmittel ist so sehr witterungsabhängig wie Obst und Gemüse. Ich möchte versuchen die Problematik an Hand des Beispiels „Erdbeeren im Frühjahr“ ein wenig zu erläutern.
Folgende Situation: Das Wetter in den südlichen Lieferländern wie Spanien und Italien ist optimal für das Erdbeerwachstum, d.h. es kann relativ viel Ware z.B. in den deutschsprachigen Raum exportiert werden – ist das Wetter auch bei uns schön und regt den Konsumenten zu Impulskäufen von Erdbeeren an, haben wir in der Regel für alle Beteiligten ein gesundes Preisniveau. Ändert sich nun das Wetter – und das kann ja bekanntlich von einer Minute auf die andere sein – in Südeuropa so, daß nur noch halb soviel Erdbeeren exportfähig sind, kann die relativ große Nachfrage bei uns nicht mehr befriedigt werden und die Preise können sich von einem Tag auf den anderen ohne weiteres verdoppeln.
Bleibt das Wetter in Italien und Spanien hingegen „erdbeerfreundlich“, aber bei uns fängt es gerade noch mal bei 0° Celsius zum Graupeln an – ja, da sinken die Preise dann nicht automatisch um die Hälfte und mehr, sondern die Ware muß teilweise sogar entsorgt werden, da sie schlicht und ergreifend unverkäuflich wird.
Warum die Lieferanten in so einer Situation trotzdem noch Ware schicken?
Tja, die Hoffnung stirbt zuletzt, wenn man bedenkt, daß die Erdbeeren aus Spanien – soweit in Frankreich kein Streik ist – drei bis vier Tage per Lkw unterwegs sind und sich das Wetter natürlich auch wieder schnell zum Positiven verändern kann und des weiteren aber gerade Erdbeeren sehr schnell verderben können – da ist dann guter Rat teuer für die Lieferanten welche Handlungsalternative richtig ist.
Welche zusätzlichen Probleme auftreten wenn der organisierte Lebensmitteleinzelhandel noch mit von der Partie ist, können Sie nächste Woche an gleicher Stelle lesen. Im Anschluß daran folgen dann noch drei weitere „Wußten Sie schon…?“ über diese sehr komplexe Thematik.

Eine wunderschöne Woche wünscht Ihnen
Ihr Philipp Müller

Aktuelle Vorschau:
Nur noch für kurze Zeit sind Grünkohl, Herbsttrompeten, Maroni, Kletzen/getrocknete Birnen und Persimon-Kaki/Vanille-Kaki am Markt erhältlich.
14.01.2011: Ab sofort gibt es Cara-Cara-Orangen! Die Saison für Persimon-Kakis ist jetzt zu Ende.

Januar-Gewinnspiel:

Wofür steht der Name S.EX – des außergewöhnlichen Weins, der gleichzeitig unser Gewinnspiel-Preis ist?

1. Preis: 3 Flaschen S.EX 2004, Weingut H. Preisinger, Neusiedlersee
2. Preis: 2 Flaschen S.EX 2004, Weingut H. Preisinger, Neusiedlersee
3. Preis: 1 Flasche S.EX 2004, Weingut H. Preisinger, Neusiedlersee

Bitte senden Sie uns Ihre Lösungsantwort an kochgeplauder@fruitique.de . Teilnahmebedingungen können Sie auf der Kochgeplauder Homepage unter www.kochgeplauder.de einsehen.

Bitte beachten Sie auch unsere, zum Teil tägliche, Aktualisierung der Rubrik
„Aktuelle Vorschau“ unter www.kochgeplauder.de .

 
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