Kochgeplauder vom 30.08.2010

I. Neu am Markt:
Abate-Fetel-Birnen aus der neuen italienischen Ernte, Halloweenkürbisse, Kerbelwurzeln (bitte vorbestellen!), Limquats, Petersilienwurzeln (ohne Grün und in normaler Größe), die Pitahayasorte Apollo, Rosenkohl (momentan bitte auch noch vorbestellen!) sowie Zierkürbisse.

II. Die Saison ist beendet für:
Limonera-Birnen und Platerinas (das sind die flachen Nektarinen).

III. Diese Woche sind folgende Artikel relativ teuer:
Auberginen, Blumenkohl, Bohnen breit, Rucola fein, Saftorangen,
Spargel grün, Topinambur und Zitronen.

IV. Momentan treten vermehrt Qualitätsprobleme bei folgenden Produkten auf:
Bierrettiche, Bohnen breit, Dill, Endiviensalat, Erbsen, Kerbel, Kirschen (die sind fast aus!),feiner gelber Löwenzahn, Naga Jolokias, Pâtisson gelb und grün, Rucola, alle bunten Salate sowie Spargel grün.

V. Wußten Sie schon,…
warum sich die Faktoren niedriger Preis, tolle Haltbarkeit und
hervorragender Geschmack in der Züchtung gegenseitig ausschließen?
In der Praxis kümmerte man sich bis dato primär um den Preis, der von Kriterien wie Ertragsmenge, Sicherheit (also Resistenzen) sowie die mechanische Belastbarkeit bei der Ernte beeinflußt wird.
Sobald diese Kriterien „züchtungsmäßig“ erreicht sind, wird der Faktor Haltbarkeit in Angriff genommen.
Warum sich die Komponente „Geschmack“ nicht mit dem niedrigen Preis
(wichtiger Aspekt für viele Käufer!) und der guten Haltbarkeit (die wiederum ist wichtig für den Produzenten und den Handel) vereinen läßt, sollen folgende Beispiele verdeutlichen:
Für eine tolle Haltbarkeit, beispielsweise bei Tomaten, benötigt man eine dicke Schale, die sich wiederum nachteilig auf das Geschmacksempfinden auswirkt; die von vielen Menschen als natürlicher und geschmackvoller empfundenen dünnschaligen Tomaten besitzen eine für den Handel zu kurze Haltbarkeit.
Gleiches gilt auch für dick- (guter Schutz gegen viele Krankheiten und somit bessere Haltbarkeit, allerdings nur geringes Geschmackserlebnis) bzw. dünnblättrige (hier gilt das Gegenteil) Salate.
Ähnliches gilt z. B. auch für die Karotte, je dicker die Schale gezüchtet wird (um so schlechter schmeckt sie) desto weniger Schäden entstehen bei der maschinellen Ernte (die maschinelle Ernte braucht es wieder für einen niedrigen Preis).
Fakt ist: Erst wenn die beiden Faktoren Preis und Haltbarkeit erfüllt sind, versucht man „züchtungsmäßig“ den Geschmack etwas zu verbessern. Gelingt dies in der Zukunft auch weiterhin nicht, möchte man seitens der Züchter verschiedene Alternativen anbieten (also vereinfacht gesprochen, eine haltbare Tomate, eine billige Tomate und eine richtig gut schmeckende Tomate…dann soll jeder selbst entscheiden welche Anforderungen er an das jeweilige Produkt stellt…).
Übrigens, das Thema Vitaminreichtum/Gesunde Ernährung ist „züchtungsmäßig“ bis heute noch gar kein Thema…

Eine wunderschöne Woche wünscht Ihnen
Ihr Philipp Müller

Aktuelle Vorschau:
Demnächst erwarten wir den ersten frischen Holunder, Kaiser-Alexander-Birnen und die schönen französischen Süßzwiebeln.
Nur noch für kurze Zeit sind Aprikosen und Kirschen am Markt erhältlich.

August-Gewinnspiel:

Welche, im Handel erhältlichen, „Beeren“ aus dem deutschsprachigen Raum sind am längsten auf dem Markt?

1. Preis: 3 Flaschen Champagner Taittinger Prestige Brut rosé (0,75 l)
2. Preis: 2 Flaschen Champagner Taittinger Prestige Brut rosé (0,75 l)
3. Preis: 1 Flasche Champagner Taittinger Prestige Brut rosé (0,75 l)

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